Auch die Sortenvermehrung hat die Saison gut überstanden. Ausgesät wurden Anfang Jahr rund 100 kg Saatgut. Geerntet werden konnten gut 650 kg.
Die Ernte erwies sich als etwas schwieriger als bei den Standardsorten „Tiffany“ und „Bioro“. Die Gründe hierfür sind auf die Sorteneigenschaften der „Erschmatt“ zurückzuführen. Da die Ackerbohne „Erschmatt“ eine alte Sorte ist, unterscheiden sich ihre Eigenschaften teilweise stark von den heutigen Zuchtsorten. „Erschmatt“ ist wesentlich höher im Wuchs und knickt bei starkem Regen oder Wind schneller um. Zudem ist sie anfälliger auf Krankheiten.
Bei der Saatgutvermehrung ist es besonders wichtig, dass das Saatgut für das kommende Jahr frei von Pilzsporen, Unkrautsamen und Schädlingen ist. Daher wird das Erntegut aus diesem Jahr nach der Trocknung zur Hygienisierung zur Tiefenmühle im Thurgau transportiert. Dort wird es nach der Reinigung schonend unter Druck gesetzt und je nach Verunreinigung mit Gas behandelt. So wird die Reinheit und Keimfreiheit des Saatguts sichergestellt und ermöglicht eine Aussaat im folgenden Jahr.

